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3 Tage in Irland

28. April 2015

Nach Irland wollte ich schon immer mal. 2 Flugstunden von Hamburg entfernt, liegt die grüne Insel Europas. Wir erkundeten Dublin und machten einen Ausflug an die wilde, westliche Küste Irlands. Insgesamt ließen wir 500 km mit dem Auto hinter uns, fuhren 30 km mit dem Fahrrad und liefen, bis wir abends erschöpft ins Hotelbett fielen. Nun möchte ich meine Eindrücke und Tipps mit euch teilen.

Tag 1 – Ankunft in Dublin, Dublin Innenstadt, Hotel

Wir reisten mit Irlands nationaler Airline Aer Lingus. Den Flug entdeckte ich einen Monat vor Reiseantritt für 136 EUR p. P. für Hin- und Rückflug über Google Flights. Unser Hotel buchten wir 2 Wochen vor Abflug über Tripadvisor, dabei hatte ich nicht unbedingt ein glückliches Händchen, aber dazu komme ich später noch mal.

Den ersten Tag liesen wir uns einfach von der Masse treiben. Ohne einen wirklichen Plan, liefen wir quer durch Dublins Innenstadt und hielten an, wo es uns besonders gut gefiel. Das Zentrum von Dublin ist ein kleines Paradis für Leute auf Shoppingtour. Forever21, Pull & Bear, Topshop, Zara, H&M River Island sind nur eine kleine Auswahl der Läden in der Innenstadt.

Dublin ist bunt – die Häuser sind farbenfroh gestrichen und die Stadt wirkt sehr lebendig und modern, so wie die Dubliner selbst. An jeder Ecke gibt es Pubs in denen schon vormittags der ein oder andere Pint über den Tresen geht.

Abends wollten wir im Bezirk „Temple Bar“ essen. Wenn man „Temple Bar“ mit einem Hamburger oder Berliner Stadtteil vergleichen würde, dann wäre es wohl die Schanze oder Mitte. Ein paar Stunden zuvor entdeckte ich das Restaurant Elephant Castle. Das Restaurant war bereits Mittags schon voll, deshalb ist eine Reservierung sinnvoll. Das gilt eigentlich für alle Restaurants in diesem Stadtteil.
Wir hätten an einem Mittwoch Abend um 20:30 Uhr ca. 1, 5 Stunden auf einen Tisch warten müssen. Das war uns zu lange und wir kamen am nächsten Tag mit einer Reservierung wieder.

Wir übernachteten im Adelphi Guesthouse, das ich noch in Hamburg über Tripadivsor buchte. Die Klospülung funktionierte nur alle 2 Stunden und keiner fühlte sich dafür verantwortlich. Das Bett war maximal 1,40 Meter breit. Am Frühstück wurde gespart. Ich kann das Guesthouse nicht unbedingt weiterempfehlen.

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Tag 2 – Dublin Tour, Fahrrad fahren, Essen gehen

Macht unbedingt die Free Tour in Dublin. Unser Guide Carl führte uns am Donnerstag durch seine Stadt. Die Tour ist kostenlos und dauert ca. 3 Stunden, die sich definitiv kürzer anfühlen. Wir trafen uns am Dublin Castle und liefen dann zusammen zum Trinity College, zur Bank of Irland, Temple Bar, City Hall und abschließend zur Molly Malone Statue.
Wir buchten die kostenlosen Tickets vorher online, ihr könnt allerdings auch spontan dazustoßen.

Voller Wissen über Dublins Kultur und Geschichte, mieteten wir uns Fahrräder (Dublinbikes) an einer der vielen Stationen in der Stadt. Dazu müsst ihr einfach eure Kreditkarten hinterlegen, einen Code eingeben und dann kann es los gehen. Die erste halbe Stunde ist kostenlos und das Ticket ist für 3 Tage gültig. Wir fuhren mit den Rädern in den südlichen Teil Dublins, Richtung Rathmines. Auf unserem Weg, entlang der Portobell Rd., trafen wir zwei Jungs am Ufer, die mit einem Igel auf dem Steg saßen. Igel werden in Irland als Haustiere verkauft.

Abend aßen wir dann im Restaurant Elephant Castle . Die Vorfreude lohnte sich in jedem Fall – das Essen war sehr lecker. Allerdings hielt sich das vegetarische Angebot in Grenzen. Ich bestellte ein „Aged Irish Cheddar Omelette“ und dazu hausgemachte Pommes.

Später gingen wir noch in einem Pub in „Temple Bar“, hier kostet ein Pint Guiness im Schnitt 6,50 EUR. In den anderen Stadtteilen kann es günstiger sein. Generell ist Alkohol in Irland aber eher teuer. Ihr solltet ein bisschen Bargeld bei euch haben, nicht jeder Laden akzeptiert Kreditkarten.

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Tag 3 – Auto mieten, Countryside

Den Tag zuvor mieteten wir uns einen Kleinwagen über Sixt und holten diesen an Tag 3 am Flughafen ab. Das Auto inkl. Navigation und Versicherung für einen 2. Fahrer kostete uns ca. 60 EUR. Zum Flughafen fuhren wir mit dem Airlink Bus, mit dem wir auch an unserem ersten Tag vom Flughafen in das Zentrum kamen. Eine Fahrt pro Person vom Flughafen in die Stadt (oder umgekehrt) kostet 6 EUR. Wir mussten nie länger als 10 Minuten auf den Bus warten.
Um 9 Uhr hatten wir unser Auto und fuhren einmal quer durch die Insel an das andere Ende Richtung Galway. In Louisburgh legten wir einen längeren Stopp ein und erkundeten Irland zu Fuß. Und das ist bei einem Road Trip durch Irland auch mein Tipp: Von der Straße sieht man nur einen Bruchteil der Schönheit von Irland. Steigt aus, sobald es euch irgendwo gefällt und erkundet die Gegend zu Fuß.
So kam es, dass wir uns in Louisburgh über 2 Stunden aufhielten und eine wunderschöne, naturbelassene Landschaft entdeckten. Weit und breit kein Mensch in Sicht. Hohe Klippen und ein wildes Meer. Auf dem Berg tausend Schafe – hier verbrachten wir den Sonnenuntergang.

Und das war der Moment, als ich mich in Irland verliebte und unbedingt für eine längere Zeit zurückkommen möchte. Es gibt noch vieles zu entdecken.

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Reiseinfos
Reisezeit:
15. – 18. April 2015
Temperatur vor Ort: 12- 17 Grad und sonnig
Reisekosten, pro Person (inkl. Hotel, Anreise, Verpflegung und aller Kosten vor Ort): 413 Euro
Hotel: Adelphi Guesthouse (gebucht über Tripadvisor)
Flug: Aer Lingus

Bilder outinthegreenroom


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